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Montag, 1. Februar 2016

Im Spiegel ferner Tage - Kate Riordan

Titel : Im Spiegel ferner Tage
Autorin : Kate Riordan
Format : Broschiert /
Verlag : Heyne
Preis : 9,99€
ISBN : 9783453417991



Erschienen : Dezember 2015







 Klappentext :
London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte - und einen schlimmen Verrat







Im Spiegel ferner Tage von Kate Riordan wird in zwei Zeitebenen erzählt.


Die erste Zeitebene spielt in London im Jahr 1932 und wird aus der Sicht von Alice (Ich-Form) erzählt. Dabei wechselt es immer wieder in die Vergangenheit zu Elizabeth im Jahr 1898, der Leser begleitet sie durch ihre letzten Tage.
Anfangs zog sich die Handlung sehr zäh, denn es wurde sehr ausführlich erzählt mit wenig Spannung.
Aber auch das änderte sich nach einigen Kapiteln schnell da sich hier die Spannung und die "Gruselmomente" abwechselten. Die Geschichte nah sehr an Fahrt zu.
Die Autorin nimmt ihren Leser mit auf eine Reise durch längst vergessenen Zeiten und zeigt nebenbei auch wie schwer es für eine Frau in der damaligen Zeit wirklich war.
Im vorranschreiten der Story stößt man auf ein altes "Geheimnis" der Familie Stanton und je mehr man darüber liest, umso emotionaler gestaltet sich dieses Buch.
Es lässt viel Platz für eigene Gedankengänge und man fängt unweigerlich selber mit an dieses Geheimnis zu ergründen.
Die Protagonisten sind sehr außergewöhnlich und gut ausgearbeitet. Gerade in Alice und Elizabeth konnte man sich gut hineinversetzen und sich ein eigenes Bild von ihnen machen. Beide sind zwei starke Persönlichkeiten mit zwei Schicksalen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch tief unter die Haut gehen. Denn beide verbindet so viel, was aber erst im nachhinein verraten wird.
Alice (1939) wird mit 21 Jahren von einem verheirateten Mann schwanger. Um den Ruf der Familie zu schützen, wird sie kurzerhand nach Fiercombe ins Stanton House verfrachtet. Hier soll sie ihr Kind zur Welt bringen um es später in London zur Adoption zu geben. Trotz damaliger Zeiten ist Alice anders es von Frauen erwartet wurde. Ihre rebellische Art und ihren Mut ihre eigene Meinung zu äußern, macht sie zu einer Kämpferin, die man direkt ins Herz schliessen konnte.
Elizabeth (1898) trägt als Frau eine schwere Last, der Druck von ihrem Ehemann Edward ihm einen männlichen Erben zu schenken erhöht sich immer mehr. Elizabeth hat bereits Tochter Isabel und sämtliche weitere Schwangerschaften enden als Fehlgeburten. Die Liebe zu ihrem Mann ist schon lange nicht mehr das was man sich unter einer glücklichen Ehe vorstellen würde. Ihr Leiden geht einem sehr nahe, denn sie  genauso wie der Leser erkennt recht schnell das ihre Lage aussichtslos ist. 
Edward ist ein recht kaltherziger Mensch. Seine ganze Art und Weise und das Verhalten gegenüber seiner Tochter und auch Elizabeth ist einfach nur grausam. Seine Lösung ist sie immer wieder in eine Psychatrische Klinik einweisen zu lassen.
Das Ende von beiden Frauen ist sehr unterschiedlich und hat mich sprachlos zurückgelassen. 


Fazit : 
Ein Buch welches man schwer in Worte fassen kann und dennoch ist es eine Unterhaltsame und sehr emotionale Story.


Von mir gibt es

5/5




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